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Es begann alles mit einer unerwarteten Lohnsteuerrückzahlung und einer Mickey Mouse.

Ziemlich spontan entschied ich mich, mit der Rückzahlung endlich die #1 von meiner Bucket List zu streichen: ein Spiel der Green Bay Packers im Lambeau Field zu sehen. Und dieses Jahr gab es einen ganz besonderen Event: Zum ersten Mal seit über 90 Jahren würde das Thanksgiving Night Game in Green Bay stattfinden...und das gegen die Chicago Bears. Als Highlight dieser speziellen Nacht sollte die #4 von Brett Favre retired werden.

Was lag also näher, als dieses Spiel zu besuchen...auch wenn das Ticket schlappe 450 € gekostet hat. Man lebt nur einmal...und das zu kurz.

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Einige Tage nach dem Ticketkauf hatte ich bei meiner Arbeit als LSA am Frankfurter Flughafen Nachschau an der Spur. Als Packers Fan erkennt man Gold und Green von weitem, die Farbkombination ist unverkennbar...und an mir vorbei kam eine Kiste mit einer Mickey Mouse im Packers Jersey.

Da nicht viel los war, beschloss ich, mir etwas Spaß zu gönnen. Ich hielt die Dame (ungefähr meines Alters), die gerade nach der Kiste griff, auf und erklärte ihr, daß sie alles anstandslos mitnehmen könne....bis auf die Mickey Mouse, die wird von mir konfisziert.

Völlig konsterniert schaute mich die Dame an und konnte es nicht fassen... schließlich sollte Mickey ein Geschenk für eine Freundin sein, die sie in Berlin besuchen wolle. Judy, so hieß die Dame, sollte extra ein Andenken aus dem Lambeau Field mitbringen.mickey

Bevor Judy einen Kollaps bekam, löste ich den Scherz auf und erzählte ihr, daß ich ein großer Packers Fan bin und mir gerade meinen Lebenstraum erfüllte habe...ein Packers Game live sehen.

Darauf erklärte mir Judy, daß sie selber aus Appleton, ein kleiner Ort in der Nähe von Green Bay, stammt, die ganze Familie aus Packers Fans besteht, wir Packersfans zusammenhalten müssen und ich sie doch kontaktieren solle, wenn sie aus dem Urlaub zurückkommt.

Sie gab mir noch ihre E-Mail Adresse und verschwand mit ihrer Tochter Heather gen Berlin.

Ich hielt das anfänglich für typisch amerikanischen Smalltalk am frühen Morgen, hatte aber zumindest mein Highlight an einem von vielen trostlosen und frustreichen Tagen an der Spur.

Einer meiner Wesenszüge ist es (leider), daß ich Probleme habe, von jemandem etwas anzunehmen. Das Gefühl zu haben, jemanden etwas schuldig zu sein, ist mir mehr als unangenehm...und das fängt schon bei einer ausgegebenen Tasse Kaffee an. Daher kostete es mich einiges an Überwindung, Judy anzuschreiben...aber bei einer solchen „Gewalt“tour wie ich sie vorhatte, war eine Kontaktperson in den Staaten, nearby, mit Sicherheit nicht schlecht.

Was aber dann folgte, hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können.

Judy schrieb mir tatsächlich zurück... und erstellte für meine avisierten 10 Tage einen kompletten Ablaufplan. Dieser sah einen dreitägigen Aufenthalt in Chicago, zwei Tage in ihrem Haus, dann Green Bay Game Day, zurück zu ihrem Haus, abschließend zwei Tage Chicago, vor.

Nicht nur, daß sie mir den Plan präsentierte...sie bot auch an, daß sie mich in Chicago vom Flughafen abholt, die Hotelbuchung in Chicago vornimmt und mir drei Tage lang Chicago zeigt....WOW.

Am 22.11. startete dann das Großabenteuer #1 Bucket List – Chicago/Green Bay Packers.

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Day 1 / So 22.11.15

Wie soll es auch anders sein: Man freut sich monatelang auf diesen Tag…und der fängt gleich beschissen an. Um 05:00 Uhr ging es mit der S-Bahn von Mainz Richtung Flughafen Frankfurt, Ankunft im Terminal um 05:30 Uhr. Um 6 Uhr, pünktlich zum Checkin, stand ich bei der UA…die uns dann freundlich mitteilte, daß der Flug nach Chicago gecancelled ist. Ein Wintereinbruch in Chicago mit 40 cm Schnee hat am Vortag dafür gesorgt, daß die Maschine nicht nach Frankfurt fliegen konnte und demzufolge uns auch nicht zur Verfügung stand. Also wurden wir alle auf die Lufthans um 11 Uhr umgebucht…was zur Folge hatte, daß die reservierten Plätze in der UA für die Lufthansa nicht mehr gültig waren. Toll. Also schnell rüber zum Lufthansa Checkin…dort stellte man fest, daß mein Esta Visum fehlerhaft war…ich hatte aus Versehen als Basis meine Personalausweis- und nicht die Reisepassnummer angegeben. Also schnell ins Internet, neues Esta ordern…Webseite des Gouvernment war offline, befand sich im Wartungsmodus. Also warten, warten, warten. Um 08:00 Uhr hatte ich endlich mein neues Esta….und beim Checkin nur noch ein Platz im mittleren Gang, genau in der Mitte.

Dann hieß es, bis 11 Uhr die Zeit totzuschlagen, bevor ich in die vollgepackte Sardinenbüchse konnte. An den Flug kann ich mich nicht erinnern….außer, daß ich mich kaum bewegen, geschweige was essen oder mir einen Film ansehen konnte. Hätte ich doch mal Yoga oder meditieren gelernt…aber irgendwie gingen auch die 9 Stunden um.

bestwesternAnkunft im eiskalten, schneebedeckten  Chicago war um 13:00, meine Koffer hatte ich gegen 14:00 Uhr. Gegen 15:30 kam dann Judy. Nach einer wirklich herzlich gemeinten Begrüßung fuhren wir vom O´Hara Airport ins Best Western Hotel….und ein besseres hätte Judy nicht finden können. Direkt an der South Michigan Avenue liegt das Hotel zentral zu den meisten Sehenswürdigkeiten. Shedd Aquarium, Soldiers Field, Grant Park, Museum Campus, das Ufer des Michigan Sees…alles in kurzer Gehdistanz…wenn es nicht so schweinekalt gewesen wäre.

Egal, es wollte alles von mir gesehen werden…und Judy hatte sichtlich großen Spaß, mir alles zu zeigen und zu erkären. Zuerst ging es in den Museum Campus, in dessen Nähe auch Soldier Field, das Shedd Aquarium und das Adler Museum ist. Von letzterem hat man einen unglaublichen Ausblick auf die Silhouette des nächtlichen Chicagos…ein Anblick, der jetzt schon alle Strapazen rechtfertigt und unvergeßlich ist/war.

Von dort aus ging es dann zum 2,5 km entfernt gelegenen, ziemlich belebten Millenium Park. Der Millennium Park  hat eine Fläche von 99.000 Quadratmetern und bildet eine nordwestlichen Erweiterung des wesentlich größeren Grant Park, der sich am Ufer des Michigansees erstreckt. Zentraler Punkt des Parkes und einer der Hauptattraktionen Chicagos ist das Cloud Gate, oder auch Big Bean genannt. The Bean ist eine Skulptur des britischen Künstlers Anish Kapoor und wurde aus 168 Edelstahlplatten zusammengeschweißt, ist hochglanzpoliert und hat keine sichtbaren Nähte. Sie misst 10 m × 20 m × 13 m (66 ft × 33 ft × 42 ft) und wiegt 99,8 Tonnen.  

Beeindruckend, weil sich dort die Skyline Chicago´s in den je nach Standort immer anders deformiert widerspiegelt…ein monsterhäßliches Teil…aber die obligatorischen Photos wurden trotzdem geschossen.

Gegen 21:30, ziemlich durchgefroren, aber unglaublich happy und extrem beeindruckt von der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft Judy´s und der wahnsinnig schönen Stadt Chicago ging es zurück ins Hotel…und ab in die Kiste.

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Day 2 / Mo 23.11.15

Gut geschlafen, um 07:30 Uhr aufgestanden, die obligatorischen Situps und um 09:00 Uhr mit Judy zum Frühstück im hoteleigenen Restaurants. Das Frühstück war nicht schlecht, hat mich aber für den Preis (35€ für uns beide zusammen) aber auch nicht richtig umgehauen. Das richtige amerikanische Monsterfrühstück wird noch kommen.

Um 10 Uhr machten wir uns bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um den Gefrierpunkt auf zur naheliegenden Hop on, Hop off Station, um dort die Chicago Tour Tickets für die nächsten beiden Tage zu kaufen (69€ pro Person). Mit dem Hop on Hop off Bus ging es dann zum Field Museum.

Was man dort zu sehen bekommt, reicht für eine Woche…wir hatten ca. vier Stunden. Highlight des Museums ist sicherlich „Sue“, das einzige, vollständig erhaltene Skelett eines T-Rex. Ich konnte, mir nicht helfen, aber ich hatte bei dem Anblick immer den Johnny Cash Song „A boy named Sue“ im Kopf…

Nach vier Stunden kaum zu verarbeitende Eindrücke ging es erst einmal an die frische, kalte Chicagoer Luft. Strahlender Sonnenschein und eine wahnsinnig schöne Skyline lud dazu ein, auf den Bus zu verzichten und zu Fuß zum Sears Tower, mit 440 Meter das ehemals höchste Gebäude der Welt. Um 16 Uhr dort angekommen, ging es ab in den überfüllten Express Fahrstuhl in den 103ten Stock. Platzangst darf man in den Fahrstühlen nicht haben…die würde sogar die Höhenangst verdrängen.

Beeindruckend ist nicht nur die Schnelligkeit der Fahrt, sondern auch das Video, welches auf dem Monitor sowohl das gerade erreichte Stockwerk als auch den Höhenvergleich zu anderen Bauwerken auf  der Welt zeigt.

Der Ausblick auf dem Skydeck auf das langsam dunkler werdende Chicago ist atemberaubend und kaum zu beschreiben…man muß es einfach selber erlebt haben.

 

sears towerMit extremer Höhenangst ausgestattet, war für diesen Trip auf das Skydeck ein Höchstmaß an Überwindung notwendig…was ich mir geschenkt habe, war der gläserne Balkon. Schon alleine die Vorstellung, nichts unter mir zu haben und 400 Meter senkrecht in die Tiefe zu sehen, ließ meine Knie weich werden. Ich hätte mich noch nicht einmal kriechend auf die gläserene Plattform bewegen könne. (was ich übrigens auf dem Eiffelturm genauso gemacht habe…aber da waren es nur 50 Meter….und ich hab mir fast in die Hose gemacht, als kleine Kinder auf der Glasplattform neben mir rumsprangen).

 

Nach diesem unglaublichen Erlebnis und knappe 1,5h am und im Sears Tower sind Judy und ich einfach durch das nächtliche Chicago spazieren gegangen, haben die Atmosphäre der Stadt genossen und den Abend bei einem Kaffee ausklingen lassen.

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Day 3 / Di 24.11.15

Der  3. Tag begann wie der zweite: Frühstück mit Judy im Restaurant, dann ab 09:30 Uhr mit dem Hop on - Hop off Bus durch die Chicagoer Innenstadt. Traumhaftes, kaltes Wetter lud einfach zum Sightseeing per Bus und zu Fuß ein. Die Magnificant Mile wurde erkundet, im Hard Rock Café der obligatorische Kaffee getrunken…und viel zu schnell war es 15 Uhr. Zeit, diese wundervolle Stadt zu verlassen. Auf dem Rückweg zum Hotel, in dessen Nähe Judy´s Wagen stand, kamen wir auch am Godman Theatre vorbei…und die Anzeige sprang mich regelrecht an: “A Christmas Charol” wurde am nächsten Wochenende aufgeführt. MERKEN!!!

Mit Judy´s rotem Flitzer ging es dann in atemberaubender Geschwindigkeit die 200 Meilen nach Appleton…und ich kam mir vor, wie in Star Trek:

Der Norden der USA - unendliche Weiten... Wir schreiben das Jahr 2015. Dies sind die Abenteuer des Wolfgang Schulz, der mit großen Augen zusieht, wie die dicksten AMI Schlitten mit 55 – 60 mph den freiesten Highway entlangzuckeln.

Auf die Frage, warum die Amis so große, dicke, spritfressende Schlitten fahren müssen, obwohl sie nicht schneller als 55 mph fahren dürfen, zuckte Judy nur mit den Schultern und antwortete: „Warte, bist du den Wagen von Herb (ihrem Mann) siehst“

Gegen 19:00 kamen wir an einem Outlet Center in den Outskirts von Appleton an. Hier wurde erst einmal geshopped…und Judy hatte sichtlich Spaß, zu sehen, wie ich über die Preise von Markenjeans (10 – 15 US$ für Levis, Lee usw.) staunte. Während ich versuchte, mein Geld irgenwie zusammenzuhalten und nicht in einen Kaufrausch zu verfallen, erzählte Judy jedem, der ihr über den Weg lief, daß ich aus Deutschland komme und gab die Story unseres Zusammentreffens zum Besten.

Um 20:30 kamen wir dann an Judy´s Haus in Appleton an. Ihr Mann, Herb, war kurz davor, ins Bett zugehen...aber ich konnte noch ein paar Worte mit ihm wechseln. Ein sehr netter, umgänglicher Mann, der deutsche Eltern hat, sehr gut Deutsch sprach, aber es vorzog, Englisch zu reden.

Mein Zimmer war cool…Internet auch vorhanden. Ab ins Internet und keine 5 Minuten später hatte ich ein Ticket für die Abendvorstellung von "A Christmas Charol" am Sonntag, den 29.11.15. What a day!!!

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Day 4 | Mi 25.11.15

Nach einem Frühstück in Judy´s urgemütlicher Küche fuhren wir gegen 09:30 Uhr in einen riesigen Supermarkt, wo Judy ihren Einkauf für das bevorstehende Thanksgiving Fest tätigte. Anschließend ging es auf die Road…in das gelobte Land. 30 Meilen später stand ich endlich vor meinem Traum: Lambeau Field, The Frozen Tundra im Title Town, Green Bay.

Das Stadion von außen ist gewaltig...aufgebaut auf der alten Architektur von 1957 spürt man sowohl von außen als auch von innen nur eins: Geschichte. Und die wartete darauf, von mir erkundet zu werden.

Aber vorher mußte noch das obligatorische Cheesehead-Photo vor dem Stadion geschossen werden…danach machte sich Judy auf in Richtung Buffalo, wo sie mit ganzen Familie Thanksgiving feierte.

Nun stand ich vor dem Koloß, dem Ziel meiner Träume. Ich bin stundenlang herumgelaufen, hab ein Kaffee im beeindruckenden Atrium getrunken, die Hall of Fame Tour mitgemacht, die Packers Legenden Marco Rivera und Frank Winters getroffen…dieser Tag hätte noch ewig dauern können.

Aber ich mußte noch mein Ticket abholen und mich im Hotel einchecken…und tat dies, wie es nie ein Amerikaner machen würde: zu Fuß.

motel6Lambeau Field - Ticket Shop: 1,5 Meilen
Ticket Shop – Hotel: 2 Meilen
Hotel – Lambeau Field: 2,1 Meilen

5,6 Meilen Gewaltmarsch in eisiger Kälte…hätte ich da schon mein Fitbit Armband gehabt (mit 10 000 Schritten Tagesziel)…ich hätte die nächsten drei Wochen auf dem Sofa liegen bleiben können.

Gegen 17:00 Uhr war ich zurück im Stadion, gerade rechtzeitig, um an der um 17:30 Uhr beginnenden Stadionführung teilzunehmen. Da stand ich also auf dem heiligen Rasen, auf dem am nächsten Tag Aaron Rodgers spielen und Brett Favre von Brett Starr geehrt werden sollte….geiles Gefühl.

Nur beschlich mich jetzt schon ein ungutes Gefühl für den nächsten Tag. Das Packers Stadion ist Tradition pur…und die Leute aus Wisconsin offensichtlich knüppelhart. Es gibt im Stadion keine Sitzplätze /-schalen, wie man es aus modernen Stadion gewohnt ist, sondern nur Bänke aus Metall. Aber wie sagte der Stadionführer breitgrinsend: Voll modern, das Ganze…klimatisierte Bänke. Im Sommer heiß, im Winter eiskalt. (Meine Blase hat zu dem Zeitpunkt schon Beifall geklatscht)

Ein Highlight der Stadiontour war sicherlich auch, daß gerade die Ehrung von Brett Favre geprobt wurde. President und Chief Executive Officer Mark Murphy probte seine Rede…und erhielt donnernden Applaus von den 20 Teilnehmern der Lambeau Field Tour.image094

Gegen 19 Uhr ging es die 2 Meilen zurück zum Hotel…aber nicht, wie auf dem Hinweg im Eilschritt, sondern relaxed, einfach shoppingmäßig die Oneida Street entlang schlendernd. Nix gekauft, aber extrem zufrieden kam ich gegen 21:30 im Hotel an.

Wenn ich aber gewußt hätte, was am Donnerstag vor mir lag…ich hätte 3 Schlaftabletten genommen und wäre erst am Freitag aufgewacht.

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Day 5 | Do  26.11  Thanksgiving | Gameday

Der Tag fing schon relativ beschissen an…gegen 04:00 Uhr wurde ich durch ein extrem nerviges Geräusch geweckt. Jeder Versuch meinerseits, dieses Geräusch zu ignorieren, scheiterte. Mittlerweile hellwach, konnte ich relativ schnell die Ursache lokalisieren…es war der Rauchmelder in meinem Zimmer, der ständig piepste. Offensichtlich war die Batterie leer. Zum Glück hatte das Hotel eine Rezeption, die auch nachts besetzt war…und der freundliche Herr am Tresen verschaffte mir durch das Einsetzten einer neuen Batterie zumindest noch zwei Stunden Schlaf.

Um 08:00 Uhr ging es dann ins nebenan liegende Denny´s zu meinem ersten richtigen American Breakfast. Pancakes, Hashbrowns, Eier, Speck…serviert auf zwei riesigen Tellern, dazu Kaffee bis zum Abwinken für 10 US$. Da war die Welt noch in Ordnung….bis 11 Uhr.

image004Um 11 Uhr checkte ich aus dem Hotel aus und ging die Oneida Street hinauf in Richtung Stadion, vorbei an menschenleeren Parkplätze und Geschäften. Aber was heißt menschenleer??? Vor einem „Best Buy“ standen drei Zelte, davor ein Typ vom lokalen Fernseher, der seine Kamera auf die Zelte richtete. Auf meine Nachfrage hin erfuhr ich, daß dies Vorbereitungen auf den Black Friday wären…der Freitag nach Thanksgiving, wo traditionell die Geschäfte mit riesigen Rabatten locken…und man will ja schließlich der erste sein.

Als der Reporter erfuhr, daß ich aus Good Old Germany komme und so etwas weder gesehen hätte noch verstehen könnte, wollte er mich aus lauter Langeweile interviewen. Ich lehnte dankend ab, denn schließlich bin ich ein vielbeschäftigter Mann und hatte für so etwas keine Zeit. Weiter Richtung Stadion füllten sich langsam die Straßen, die Vorgärten der Häuser…und der Himmel. Gegen 13 Uhr fing es an zu regenen…und sollte an diesem Tag nicht mehr aufhören.

image025Bei eisiger Kälte und strömenden Regen rettete ich mich gegen 14 Uhr ins nahegelegene Favre´s Steakhouse, trank ein paar (kostenlose) Kaffees, schaute mir die laufenden Footballspiele an…und traute mich gegen 15 Uhr vor die Tür, um an der legendären Tailgate Party der Packers rund um das Stadion teilzunehmen. Überall waren Pavillons aufgebaut, Ladeflächen von Trucks zu Grills umgebaut, und Menschenmengen, die Grillparties feierten…alles wie man es von den Bildern her kannte. Aber Regenponchos, so weit das Auge reichte, strömender Regen, schneidender Wind und extreme Kälte sind der Killer jeder Party.

Um 16:30 Uhr hatte ich die Faxen dicke, flüchtete in den Packers Pro Shop, kaufte mir einen obligatorischen Poncho und gesellte mich als laufender Zwerg unter meinesgleichen.
Um 17:30 Uhr wurden die zum Stadion Tore geöffnet, es hieß rumlaufen und Zeit vertreiben…denn den Platz im Stadion einnehmen wollte ich so spät wie möglich. Es sollte eine der Highlights meines Lebens werden…und es wurde ein Reinfall.

Ich saß auf einer eiskalten Bank, es regnete, neben mir saß ein amerikanischer Doppelwhopper, der 1,5 Plätze einnahm, mich mehrmals fast von der Bank schubste und der eine riesige Regenabprallfläche besaß, die mir einen zusätzlich Wassereinlauf verschaffte.

Meine Füße waren eiskalt, meine Kamera konnte ich nicht benutzen, die Packers spielten scheiße…aber außer mir fanden das alle anderen der 80 000 Zuschauer geil. Die jubelten sogar, als der Stadionsprecher die Temeratur bekanntgab…38 Grad Fahrendheit. Die spinnen, die Amis!!! Aber die Halbzeit des Spiel, als Brett Favre´s Nummer 4 retired wurde, entschädigte für alles...fast alles. Der Auftritt von Brett und Bart Starr bleibt für immer unvergessen…ich war dabei.

Um 22:45 Uhr war alles zu Ende…bis auf den Regen. Ein alter Bekannter von Judy, Vern, mit dem ich vor dem Spiel Kontakt aufgenommen hatte, nahm mich dann mit zurück nach Appleton.

Um 00:00 Uhr war mein großer Traum vorbei. Was ich zu dem Zeitpunkt nicht wußte, war, daß das Beste noch vor mir lag.

By the way: Die Packers haben auch noch gegen die Bears  verloren 13:17. Schlimmer geht´s nicht.

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Day 6 und Day 7 | Fr 27.11. und Sa 28.11.15

Die nächsten beiden Tage verbrachte ich in Appleton mit Shopping in der riesigen Fox River Mall, einem Shopping Center mit 112.000 qm und ca. 180 Geschäften. Die zwei Tage wurden auch benötigt, um alle Geschäfte durchzubekommen. Den Black Friday habe ich auch dabei auch mitgenommen…fand ihn aber bezgl. der Rabatte nicht so beeindruckend. Keine Ahnung, warum die Amis so drauf abfahren.

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Day 8 | So 29.11.15

Am Sonntag hieß es dann Abschied nehmen von Judy und Herb. Um 09:30 Uhr nahmen mich Judy´s Tochter Erika und ihr Mann Michael mit nach Chicago. Eigentlich waren sie auf dem Heimweg nach Buffalo, NY. Bei ihrem 11 Stunden Trip kam es auf die paar Minuten auch nicht an, mich nach Chicago zu meinem neuen Hotel zu fahren. Um 12:45 Uhr erreichten wir das Chicago O´Hare Inn.

Einchecken ging schnell, Shuttle Service zum nahegelegenen Flughafen genutzt und von da aus ging es mit dem Blue Line Ticket in die Innenstadt von Chicago

Einfach die unglaubliche Atmosphäre dieser Stadt noch mal einsaugen, die Skyline genießen, Kaffee trinken. Um 17 Uhr ging ich dann zum Goodman Theatre, um dort mein Ticket für die um 18:30 Uhr beginnende Vorstellung von „A Christams Carol“ abzuholen.

image040Es war mein erstes Theaterstück…und es war beeindruckend. Das Theater, die Vorstellung, die Schauspieler, die Atmosphäre kurz vor Weihnachten…kurz: es hat sich mehr als gelohnt. EINZIGARTIG!!!

Um 22 Uhr ging es dann zurück zum Flughafen, dann per Shuttle ins Hotel.

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Day 9 | Mo, 30.11.15 | Gameday Part 2

Frühstück bei Subway und dann wieder ab in die Stadt. Und Chicago enttäuscht mich nicht, denn schließlich war ich ja da. Was Green Bay kann, will sich Chicago nicht nehmen lassen…es  regnete den ganzen Tag. Mir egal. Abgehärtet durch die vorherigen Tage lasse ich mir den Tag nicht versauen. Chicago zu Fuß erkunden ist ein wahnsinnig tolles Erlebnis…es gibt einfach zu viel zu sehen. Gegen 17 Uhr neigte sich auch meine letzte Sightseeing Tour zu Ende…und ich machte mich auf den Weg Richtung United Center, Home of the Chicago Bulls.

Einen Monat vor Reisebeginn hatte ich die plötzliche Eingebung, mal auf die Homepage der Chicago Bulls zu gehen…und siehe da, ausgerechnet an diesem Tag, meinem letzten, hatten sie ein Heimspiel gegen die San Antonio Spurs. Auf die Ticketseite gegangen, es waren noch Plätze frei….73 US $ für ein Ticket, um Michael Jordan´s Bulls zu sehen…läuft.

Das United Center ist beeindruckend, von innen mehr als von außen. Ich hatte zwar „nur“ einen Platz ziemlich weit oben, aber die Sicht war genial. Das Stadion war mit ca. 22 000 ausverkauft, die Stimmung großartig….und vor Allem: es war trocken.

Als die Bulls in einer gigantischen Show einliefen, dachte ich, ich sehe Space Jam und jeden Moment taucht „His Airness“ auf…aber auch ohne ihn war es ein tolles Spiel, welches die Bulls letztendlich mit 92-89 gewannen.

Happy, noch einen absolut geilen Abschluß meiner Reise gehabt zu haben, ging es gegen 22:00 Uhr Richtung Hotel

Day 10 | Di 01.12.16

Rückreise nach Frankfurt.

Was bleibt in Erinnerung meiner #1 der Bucket List?

  • Chicago´s unerwartete Schönheit
  • Lambeau Field. Football History ist an jeder Ecke spür- und greifbar
  • Brett Favre #4 retired….und ich war dabei. Drei der größten QB aller Zeiten, Favre, Starr und Rodgers an einem Abend erlebt…wer kann das schon von sich behaupten
  • Der Rest des Gamedays…zum Vergessen
  • „A Christmas Carol“…eine wunderbare Aufführung in einem tollen Theater
  • Chicago Bull: Geiles Spiel, geile Atmosphäre….trocken
  • …und nicht zu vergessen Judy´s und Herb´s Gastfreundschaft. Judy, die nicht nur ihre Zeit und Geld opferte, um mir Chicago zu zeigen, sondern auch mir, einem völlig Fremden, in ihr Haus einlud und ihn dort wie ein altbekanntes Familienmitglied aufnahm. THANKS!!!!